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Fishismen und andere Kommentare von Richard Fish:

AM101: "Am Anfang war das Feuer"
[1--05.15min]
[Richard trifft Ally vor ihrer alten Kanzlei, in der sie gerade gekündigt hat und aus deren Haupteingang sie mit einem Karton persönlicher Sachen auf den Bürgersteig kommt.]
Richard: Ally... Ally McBeal?
Ally denkt: Oh nein.
Richard: Kaum zu fassen, ich hab' dich ewig nicht mehr gesehen.
Ally: Richard... [tut erstaunt] wie geht's dir?
Richard: Hervorragend. Du siehst fabelhaft aus.
Ally: Ich weiss, deswegen wurd' ich grad gefeuert.
Richard: Was?
Ally denkt: Richard Fish und ich haben zusammen studiert, wir waren nie sehr eng befreundet.
Richard: Das kommt wie gerufen, gerade hab ich eine eigene Kanzler eröffnet. Du kannst heute schon anfangen.
Ally: Wie war das bitte?
Richard: Ja, es ist nur ein paar Häuser weiter, ganz neu eingerichtet, wir haben tolle Büroräume...
Ally denkt: Ich soll für dich arbeiten? Bei deiner Rechtsauffassung?
Ally erinnert sich an eine Szene, in der Richard sagte: Bergeweise Geld scheffeln. Wenn ich dabei auch noch jemandem helfe, ist das toll, aber hauptsächlich mache das, um Geld, um haufenweise Geld abzusahnen.
Ally: Was wäre mein Anfangsgehalt?

[1--07.50min]
[Ally ist das erste Mal auf der Unisex-Toilette, um sich frisch zu machen. Sie steht vor dem Spiegel, als Richard herein kommt.]
Richard: Ally? [Er beugt sich vor, um unter die Türen zu sehen.]
Ally: Ri- Richard, Rich- Richard. Ich bin in der Damentoilette.
Richard: Oh, Unisex-Toiletten erzeugen Vertrautheit zwischen männlichen und weiblichen Angestellten... Das heisst nicht, dass man herkommt, um zu zeugen. [lacht] Äh das... ganz ernsthaft... Wäre es schwierig für dich, mit Billy zu arbeiten? Denn wenn es so wäre, naja dagegen könnte ich nichts machen, aber ich wäre gern bereit mitzufühlen.

[1--10.12min]
[Richard erklärt, dass er Allys Hilfe bei einem Steuer-Fall braucht.]
Ally: Wie soll ich denn helfen, was will er von mir? Ich weiss doch, wie er [Richard] Mandanten an Land zieht... [stellt es sich bildlich vor] ... entweder er trieft vor Mitleid, so dass sie sich verstanden fühlen. Oder er verspricht alles Mögliche, um es jemandem heimzuzahlen.
Richard: [in Allys Gedanken, zu einem Mandanten] Ich will Ihnen mal was sagen. Ich bin nicht Anwalt geworden, weil ich das Gesetz liebe. Das Gesetz ist langweilig. Zum Kotzen. Aber man kann es wunderbar als Waffe benutzen. Sie wollen jemandem das Leben ruinieren? Ihm alles nehmen, wofür er gearbeitet hat? Seine Frau dazu bringen, dass sie ihn verlässt und seine Kinder dazu, dass sie ihn hassen? Das alles können wir tun. [Der Mandant grinst.]
Richard: [real vor Ally] Es ist sehr wichtig, dass sie glauben, demnächst weniger Steuern zahlen zu müssen. Weniger Steuern. Reduziert. Nicht so viel. Verringert. Niedriger. Niedriger als wenig. Ich neige ein Wenig zu Redundanz. Zudem wiederhole ich mich.

[2--14.48min]
[Richard spricht mit Ally über einen Fall.]
Richard: Du sollst die Hormone ankurbeln. Einer der Anwälte ist eine Frau und sie steht auf Frauen und der Mann hält sich für einen Kasanova, ich hatte gedacht, du könntest vielleicht mit beiden flirten... [lacht]
Ally: Habe ich richtig verstanden?
Richard: Teamwork, das macht uns stark.
Ally: Nein, nein, das kannst du nicht mit mir machen.
Richard: Was? Was mach' ich denn?

[2--19.01min]
[Richard hat Jack Billings gerade ein Geständnis entlockt, dass sein Po-Grabschen nicht krankhaft ist. Jetzt hat er das Diktiergerät mit der Aufnahme aus der Schublade geholt.]
Richard: Nicht nur gewinnen, sondern auf schmutzige Art, darauf kommt's an.

[3--00.58min]
Richard: Schwamm drüber! [Das allererste Mal, dass er das sagt!]

[3--01.58min]
[*plopp* Richard öffnet eine Flasche Sekt oder so.]
Richard: Ja! ... Ihr [Ally und Billy] wart beide fantastisch. [Er giesst Ally und Billy etwas ein.] Wirklich, ihr wart fantastisch. Und als Anwalt muss ich euch ehrlich sagen, ich habe nicht ein Wort von dem verstanden, was ihr gesagt habt. Aber das spielt keine Rolle, denn die anderen schon... und das ist das Wichtigste dabei, denn sie, äh bezahlen uns dafür. Trinken wir auf einen seeehr grossen Abschluss.

[3--04.58min]
[Ally steigt in den Aufzug, Richard kommt auch noch so eben rein.]
Richard: Ja! ... Hey.
Ally: Hey.
Richard: Schwerer Tag?
Ally: Naja. Eher eine schwere erste Woche.
Richard: Ally... eigentlich geht's mich nichts an, aber naja... als Senior-Partner steht's mir wohl zu, hin und wieder onkelhaft zu sein. Liebe... darauf kannst du nicht zählen. Das ist 'ne unsichere Sache. Das einzige worauf du wirklich bauen kannst, sind Mäuse.
Ally: Bergeweise.
Richard: Kümmere dich um's Geld, alles andere wird sich fügen. Kannst mich zitieren, es ist ein Fishismus.
Ally: Schon klar.

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AM102: " Ganz schön peinlich"
[1--04.47min]
Richard: John, John, ähm, dauert nur'n Augenblick. Wir hatten den gleichen Traum als wir die Kanzlei eröffneten, hh?
John: Viel Geld.
Richard: Ja, zu diesem Zwecke kamen wir überein, dass ich der kaltblütige Halsabschneider sein würde und Du der moralische Bodenpfeiler, stimmt's? Bin ich nicht genau so ein Ass, wie Du es Dir vorgestellt hast?
John: Noch schlimmer.
Richard: Es, es leuchtet mir nicht ganz ein, wie eine Hure in Dein Image hineinpasst, anstatt darüber herzufallen sehen wir doch mal das Positive. Wenn jemand an sich selbst ein Makel aufdeckt, dann setzt das meistens voraus, dass er tiefer in sich hinein geht. Dir ist etwas wiederfahren, das charakterbildend ist. John, Du bist ein stärkerer Mensch geworden... Im Vergleich zu gestern. Ich spüre es, wenn ich hier stehe. Ich spüre diese Kraft. Hähä, ich, ich gratuliere.

[2--01.56min]
Problem ist nur ein pessimistisches Wort für Herausforderung, Ally.

[2--03.12min]
Schwamm drüber.

[2--19.10min]
Ally: Und? Liebst Du sie, Richard?
Richard: Oh, ich bin nicht sicher. Ich, ich denke schon, aber es, es könnte auch... mh... bloss am Kehllappen liegen.
Ally: Hö, wie bitte?
Richard: An Ihrem Hals. Das macht mich bei älteren Frauen eben an. Die lose Haut, der Hauch eines Kehllappens. Für mich gibt es nichts Aufregenderes als diese Haut, wie sie da hängt. Und Whipper, ich meine, im Moment ist ihr Hals noch ziemlich straff, aber ich sehe da Potential, es wird wunderbar. Ich frage mich, ob ich sie liebe oder nur den bevorstehenden Kehllappen, und das macht mich verrückt.

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AM103: "Abserviert"
[1--03.58min + 1--04.04min]
Schwamm drüber.

[2--17:23min]
Richard: Ally. Du hast mir und Whipper geholfen, ich würde Dir gerne etwas mitgeben. Die Liebe ist eine Gleichung. Ein "Ich" und ein "Du" ergibt ein "Wir". Das ist wirklich ganz einfach.
Ally: Ich werde es mir einprägen.
Richard: Damit will ich sagen, dass die Basis für jedes "Wir" immer ein "Ich" ist. Und wenn das "Ich" noch nicht ganz fertig ist, dann darfst Du keinesfalls anfangen, schon das "Wir" aufzubauen.
Ally: Was soll das heissen? Ich müsste noch an mir arbeiten?
Richard: Das heisst, ich sorge mich um Dich.
[Ally geht kommentarlos.]
Richard: Wenn Eltern handeln, dann immer selbstlos.
Elaine: Das ist ein Fishismus.
Richard: Ja, das ist es.

[3--00.36min]
[Ally ärgert sich, das Angebot abgelehnt zu haben.]
Richard: Ally, du weisst, es ist nicht meine Art, mich um andere zu kümmern. Aber was ist los?
Ally: Was meinst Du mit "Was ist los?"?
Richard: Ich meine, Du lehnst so ein Angebot ab und Du nimmst die ganze Sache so persönlich, warum bloss?
Ally: Machst Du Dir eigentlich jemals Gedanken, das Du am Ende allein bleiben könntest?
Richard: Ich bin ja allein, aber ich hab' Whipper. Also, hä...
Ally: Ist das jetzt wieder so ein Fishismus?
Richard: Äh, sozusagen. Wir sind alle allein, Ally. Es ist nur leichter zu ertragen in einer Beziehung.
Ally: Tja, weisst Du, das... das glaube ich nicht. Ich... ich glaube, dass jeder die Hälfte eines Ganzen ist und... und ich weiss nicht, es hört sich irgendwie sehr... wie... wie sagt man dazu?
Richard: Öh... Albern?
Ally: Nein... Nein das nicht, und-und-und auch nicht traurig... nein... wie die Menschen, die sich der Einsamkeit einfach überlassen, sie akzeptieren, das sind die Traurigen. Und-und-und-und die Menschen, die... die stark sind, die sich für ihre Überzeugung mit aller Kraft einsetzen, das sind die Menschen, die... die so enden wie-wie-wie... Barbara Cooker.

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AM104: " Kalt erwischt"
[1--00.24min]
[Elaine führt Ally ihren Gesichts-BH vor.]
Ally: Selbst wenn wir dabei reich werden. Meinst Du nicht, es wäre peinlich zuzugeben, womit wir reich geworden sind?
Richard: Nichts ist peichlich, wenn man Geld macht... Haben Sie sich den Kiefer beim Reden ausgerenkt?
Elaine: Das ist ein Gesichts-BH. Ich hab' ihn erfunden. Ich lass' ihn patentieren.
Richard: Dann sollten Sie sich beeilen.

[1--11.25min]
[Richard platzt zu Ally und Billy ins Büro.]
Richard: Alles bereit für die Totenwache? Äh, Ally, komm, komm her. Versuch doch mal, äh, die Sache nicht als negativ anzusehen.
Ally: Nicht als negativ ansehen.
Richard: Ja. Viele seiner Studenten werden da sein, so wie bei einem Klassentreffen. Nur statt eines Bowle-Buffets gibt's einen Sarg, aber denk' daran. Solche Treffen sind dazu da, dass die erfolgreichen Studenten den weniger erfolgreichen zeigen, dass sie das sind. Weniger! Du und ich, wir sind erfolgreicher. Ganz besonders ich. Immerhin habe ich meine eigene Kanzlei. Ich bin möglicherweise der Erfolgreichste. Ich will auf folgendes hinaus. Alles im Leben ist Einstellungssache und heute ist ein Abend, an dem Du dich gut fühlen kannst. Jaaa, diese ganze Ansprache war ein Fishismus.
Ally: Zweifellos.
Richard: Einmal drücken für den Anfang?

[2--07.15min]
[Billy und Richard rauchen fette Zigarren.]
Georgia: Diese Dinger stinken so ekelhaft. Und sie verursachen Krebs. Warum raucht Ihr sowas?
Richard: Weil wir dabei gut aussehen. Sie sind teuer und das wissen die Leute. Ob Sie für und Werbung macht?
Billy: Wie?
Richard: Sie [Ally] könnte die Kanzlei in der Grabrede erwähnen.
Billy: Nicht gleich am Anfang.
Richard: Hmm [zustimmend]. Meinst Du, Sie mag mich? Nicht als Mann,... sondern einfach als Mensch?
Billy: Wie könnte Sie anders?
Richard: Naja, manchmal werf ich Ihr Fishismen zu und Sie starrt einfach mit einem leeren Blick zurück.
Billy: Es kann gelegentlich vorkommen, dass Tiefgründigkeit Sie umwirft.
Richard: Hm, äh, ich geh' mich jetzt umziehen. Wir könnten uns in einer halben Stunde oben treffen und gehen dann zusammen.
Billy: Gute Idee.

[2--13.57min]
[Richard trifft Ronny am Aufzug. Richard kommt hoch, Ronny will runter.]
Richard: Hey, R... Ronny. Wir gehen alle auf eine Trauerfeier. Kommen Sie mit, es wird bestimmt lustig.
Ronny: Ein andermal.

[2--14.25min]
Richard: Das waren zwei schwere Tage. Du hast jemanden verloren, dem Du nahe gestanden hast. Kathrine hat mir übrigens gesagt, wie nahe. Das war eine Überraschung! Hä! Ally. Einer der Schlüssel zum Leben ist die Vorlauf-Taste. Je-jeder Film hat schlechte Passagen. Der Trick ist, sie mit Zeitraffer zu durchlaufen. Nach einiger Zeit wirst Du zurückblicken und sagen. Oh, dieser kleine Ehebruch, ach ja. Wenn Du jetzt auf _den_ Punkt vorspulst, hast Du es hinter Dir.
Ally: Schnell vorspulen?
Richard: Es ist die Fish-Methode.
Ally: Das ist Dein bisher Bester, Richard.
Richard: Wirklich? H, o, tja.

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AM105: "Aufstand der Hormone"
[1--10.00min]
[Richard zu Ally]
Du kannst jemanden nicht wegen einer Chipstüte angreifen. Das ist kein Fishismus, das ist gesunder Menschenverstand.

[1--10.30min]
[in der Bar]
Georgia: Kann man sie wirklich suspendieren?
Billy: Man kann. Aber ich nehme an, sie wollen sie sich nur ansehen und sie warnen.
Richard: Als würde sie darauf hören. Wie kann man nur wegen Chips ausflippen?
Ally: Ist es nicht unhöflich, über jemanden zu sprechen als wäre nicht im Raum?
Richard: Du bist vielleicht im gleichen Raum, aber auf einem anderen Planeten. [kurze dramatic pause, Ally guckt ganz verdutzt] ... Nicht doch. War ein Witz. Schwamm drüber!

[1--14.05min]
Richard: Schwamm drüber!
Ally: Nein! Diesmal nicht. Man kann nicht alles wegwischen.

[2--15.50min]
Äh, 'ne gute Neuigkeit. Mein Informant sagt, sie sind unentschlossen. Wenn Du reingehst und dich zivilisiert, breuch und bescheiden gibst, bekommst Du wahrscheinlich nur einen Verweis. Kannst Du das? Ich denke ja. Kannst Du das? Ja.

[3--00.28min]
Richard: Schwamm drüber!
Billy: Setzt Dich!

[3--02.30min]
Elaine: Ich glaube, meine Aussage hat sie beeinflusst.
Richard: Ja, aber wir haben trotzdem gewonnen. Und stellt euch vor. Sogar die Mutter der Gerechtigkeit hat nachgegeben.
Whipper: Oh, es tut mir so leid, dass ich mit an der Sache Schuld war. Verzeihen Sie mir?
Ally: Schwamm drüber.

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AM122: "Kleine Hüpfer, grosse Sprünge"
Eine Frau, will ihren Ex-Verlobten auf seelische Grausamkeit verklagen.
Richard: Sprichst du mit ihr?... <leise> Ich wusste es, danke. </leise>
Georgia: Äh, was hat der Ex-Verlobte getan?
Richard: ... sie vorm Altar stehen lassen. Ihr Aussehen ist unser Vorteil. Wenn sie hässlich ist, sag zu.
Georgia: Wa... warte... Wenn sie hässlich ist, sag zu?
Richard: Genau.
Georgia: Und wenn sie nicht hässlich ist?
Richard: Nimm ihn nicht an. Der Aufwand lohnt nicht. Wenn sie hübsch ist, findet sie immer noch 'n Ehemann. Bei 'ner Schrulle ist mehr Geld drin. Deine Entscheidung. Keine Punkte für Persönlichkeit.

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AM211: "Traumtänzer"
Du bist nicht der, der Du bist. Du bist nur das, wofür dich die anderen halten. Das ist ein Fishismus.

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AM212: "Wolke Sieben"
Sex bei Männern. Wenn es richtig ist, ist es richtig. Wenn es falsch ist, ist es trotzdem richtig. Fishismus.

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AM223: "Nicht von dieser Welt"
Wenn du einen Mann willst, dann musst du raus und ihn Dir greifen. Einfach greifen. Dafür hat Gott den Männern den Henkel gegeben. Damit Frauen zugreifen können. Fishismus.

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